Dienstag, 20. September 2016

Positive Einstellung

Vor 2 Tagen erhielt ich auf Instagram eine nette Antwort auf einen Kommentar. 

"du bist so positiv eingestellt, das finde ich toll! Danke dir"


Einer Userin stand ihre eigene Magenbypass OP am nächsten Tag bevor, und ich hatte eigentlich nur ein paar motivierende Worte hinterlassen. 

Positiv eingestellt? Ja, zum Großteil schon. Ich meine, was bleibt mir denn anderes übrig? Rückgängig machen geht nicht, also muss ich einfach immer weiter gehen. Jeden Tag, Schritt für Schritt. Und meistens läuft es ja auch prima oder die Vorteile wiegen die Nachteile auf. 

Aber bin ich IMMER positiv eingestellt? Nein, auf keinen Fall. Ich habe auch schlechte Tage, an denen ich maule, mit mir hadere, meinen Magen verfluche, dass er so empfindlich ist, wie die Prinzessin auf der Erbse. 

Seit Sonnabend habe ich solche schlechten Tage. Mein Magen spielt verrückt. Egal, was ich esse, es gefällt ihm nicht. Auch Dinge, die ich vorher schon oft gegessen habe. Ich will nicht ins Detail gehen, aber ich verbringe viel Zeit im Bad! 

Dazu ist mir immer schwindelig, mir wird oft schwarz vor Augen. Ich bekomme einfach nicht genügend Flüssigkeit in mich rein und überhaupt ist alles bäh! 

Aber ich versuche jeden Tag so gut es geht zu nehmen. Zwinge mich zum Beispiel, zum Sport zu gehen, ziehe dabei Motivation aus den super witzigen Facebook-Kommentaren. Nur für morgen habe ich Moritz abgesagt, denn mir geht es echt nicht gut, mein Kreislauf sackt immer wieder weg. 

Und das schlimme daran? Donnerstag soll es nach München zur Wiesn gehen und ich befürchte mal wieder das Schlimmste. Wahrscheinlich passiert gar nichts, aber ich möchte nicht schon wieder krankheitsbedingt wegbleiben müssen. 

Also nein, ich bin nicht immer positiv eingestellt, aber ich gebe mein Bestes!


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